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Camping am See

Unsere Naturzeit »Special Places«

Um unsere Bücher aktuell zu halten, sind wir häufig und lange unterwegs. Wir reisen dabei mit einem kompakten Campingbus und so haben wir im Laufe der Jahre ziemlich viele Campingplätze kennengelernt. Auf vielen haben wir uns wohlgefühlt aber einige mögen wir so sehr, dass wir immer wieder dorthin zurückkehren. Diese ganz persönlichen »Special Places« möchten wir hier mit Euch teilen.

Naturzeit Special Places: Camping Fafleralp

Fast alle unsere Lieblingsplätze sind nicht sehr groß und eher einfach. Riesenplätze mit Animation, großem Programm und ADAC Prämierung sind weniger unser Ding. Camping bedeutet für uns an schönen Plätzen möglichst nahe an der Natur zu stehen. Einfache Sanitärausstattung nehmen wir dafür gerne in Kauf.

Ursprünglich war unsere Liste als Top-Ten angedacht, aber schon beim spontanen »Brainstorming« wurde sie immer länger. Wir haben unsere »Special Places« also zur besseren Übersicht unterteilt. Da die Sommerferien vor der Tür stehen beginnen wir mit dem Meer.

10 tolle Campingplätze am Meer

In loser Folge warten auf euch:

Naturzeit »Special-Places« in den Bergen
Naturzeit »Special-Places« am Fluss
Naturzeit »Special-Places« am See

10 naturnahe Campingplätze am Meer

Hier kommen zehn Campingplätze am Meer, die wir besonders mögen. Die ersten sechs liegen am Mittelmeer auf den Inseln Sardinien und Korsika mit ihren traumhaft schönen Stränden. Die letzten vier Plätze eignen sich für alle, die die Ostsee lieben. Neben der mecklenburgischen Ostseeküste mit den Inseln Rügen und Usedom sind hier auch Lettland und Estland vertreten. Beide Länder sind ein echtes Paradies, wenn ihr gerne naturnah campt.

Camping AcapulcoCamping Acapulco Palau

Schön gelegener Campingplatz am Meer am Ortsrand von Palau im Norden der Insel Sardinien. Geöffnet März bis Oktober. www.campingacapulco.com

Ausstattung: gute, aber eher einfache Sanitäranlagen, gemütliches Restaurant mit guter Küche, WLAN in der Nähe der Rezeption,
Warum wir diesen Platz so mögen: Die schönsten Stellplätze liegen leicht erhöht im vorderen Bereich und haben Meerblick. Am Platz gibt es eine kleine, extrem nette Badebucht zwischen dicken Steinen. Die Sanitäranlagen sind zwar nicht ganz so schick, dafür spült man hier mit Meerblick. Um nach Palau zu kommen, spaziert man auf einem Pfad immer an der Küste entlang. In Palau gibt es dann viele kleine Läden und auch die ein oder andere Gelateria. Schon diese Kurzwanderung vermittelt Urlaubsfeeling pur.
Was kann man hier machen: Von Palau fahren Ausflugsboote ins Maddalena Archipel mit vielen kleinen Inseln. Alternativ kann man auch per Fähre nach La Maddalena hinüberfahren. Dort lohnt ein Bummel durch den Hauptort La Maddalena und ein Wanderausflug auf die benachbarte und mit einem Damm verbundene Insel Caprera mit unberührter Natur und schönen kleinen Sandbuchten.
Die kleinen Schwächen: Während der Ferienzeit sind die schönsten Plätze vorne am Wasser schnell belegt. Mit dem Camper steht man dann auf einer etwas öden Schotterfläche. Die schönsten Strände Sardiniens liegen ein Stück entfernt und der Ferienort Palau ist nur in seinem Zentrum attraktiv. In den Außenbereichen wuchern Appartementanlagen die Hänge hinauf.
Alternative: Wer Wert auf komfortablere Sanitäranlagen legt, wählt den Camping Baia Saraceno auf der anderen Seite von Palau. Hier gibt es ebenfalls eine Handvoll traumhaft schöner Plätze direkt über dem Meer und sehr nette kleine Häuschen (Tukuls) in toller Lage.

Camping Capo FerratoCamping Capo Ferrato Costa Rei

Familiärer Platz direkt hinter einem der schönsten Strände Sardiniens am Rand des Ortes Costa Rei. Geöffnet Ostern bis Anfang November. www.campingcapoferrato.com

Ausstattung: Gepflegte, neu renovierte Sanitäranlagen, Ristorante und kleiner Laden, WLAN, Schirme und Liegen am unteren Platzrand (falls gewünscht), im Juli und August Animation an einem abgelegenen Platz der Anlage.
Warum wir diesen Platz so mögen: Zuerst einmal ist der lange Sandstrand vor dem Camping einfach grandios. An Ostern kann man hier tolle Strandspaziergänge machen, etwa ab Mai ist das Wasser warm genug zum Baden. Über feinen weißen Sand geht sanft ins türkisblau schimmernde Wasser. Die vorderen Stellplätze sind nur durch einen Maschendrahtzaun vom Sand getrennt. Eine zweite besonder Qualität des Platzes sind das Team und die Atmosphäre. Der Campingplatz wird in der zweiten Generation von der Familie Fanni geführt und das mit Herzblut. Im Frühsommer gibt es im Rahmen der sardischen Wochen Auflüge zum Schäfer, auf die Orangenplantage oder zum Imker. Das Programm betreut Platzchefin Patrizia persönlich. Wir lieben diesen Platz vor allem an Ostern, wenn er noch nicht voll besetzt ist. Costa Rei ist dann außerdem einer der wenigen Orte, die nicht mehr im touristischen Tiefschlaf liegen und ihr bekommt zumindest eine Pizza. Auch das Ristorante auf dem Platz ist schon ab Ostern geöffnet.
Andere Qualitäten entwickelt der Capo Ferrato im Hochsommer: Durch die Lage neben einem Naturschutzgebiet ist der Strand vor dem Camping nur mit einem längeren Fußmarsch zu erreichen und bleibt auch im größten Trubel vergleichsweise ruhig.
Was kann man hier machen: Costa Rei ist das perfekte Badeziel. Außerhalb der Badesaison locken Wanderungen an der Küste oder im nahen Parco Sette Fratelli. Auch Cagliari mit schöner Altstadt und einem interessanten historischen Museum lohnen einen Besuch.
Die kleinen Schwächen: Der Camping ist nicht besonders groß, sehr beliebt und daher meist schon ab Pfingsten bis auf den letzten Platz belegt. Auf anderen Campingplätzen Sardiniens habt ihr zu dieser Zeit noch viel Raum um Euch herum. Im Hochsommer ist das dann wieder egal, da ist es überall voll. Für Juli und August müsst Ihr unbedingt rechtzeitig reservieren, sonst habt ihr keine Chance auf einen Stellplatz. Vorsicht im Hochsommer mit den schönen Plätzen ganz vorne am Meer: Sie haben nur wenig Schatten und an heißen Tagen stehen hier nur hitzeresistente Naturen richtig gut.

Camping Cote de NacresCamping Cote de Nacres Solenzara

Campingplatz am Meer bei Solenzara an der Ostküste der Insel Korsika. Geöffnet April bis Ende September. www.campingdesnacres.fr

Ausstattung: Gepflegte Sanitäranlagen, im Hochsommer Pizzeria am Strand, Baguetteservice, Hochseilgarten benachbart.
Warum wir diesen Platz so mögen: In der ersten Platzreihe des Cote de Nacres steht ihr praktisch am Strand. Also quasi beinahe »Les pieds dans l‘eau« – die Füße im Wasser. Nicht mal ein Zaun trennt euch vom breiten Sandband der korsischen Ostküste. Wir ziehen allerdings die zweite Reihe vor, in der Bäume ein wenig Schatten gewähren. Auf den ersten Blick liegt der Platz ungünstig nahe an der Küstenstraße, die man aber erstaunlich wenig hört. Läuft man am Strand rechts kommt man zur Mündung der Solenzara ins Meer und könnte hier auch im Süßwasser baden.
Was kann man hier machen: Der Platz liegt direkt an der Zufahrtsstraße in die Berge und zum Bavellapass. Auf dem Weg hinauf gibt es an der Solenzara und am Fiumicelli sehr schöne, einfach erreichbare Badegumpen im Fluss. Im Fiumicelli kann man auf einer Flusswanderung im Wasser den Bachlauf hinaufsteigen.
Die kleinen Schwächen: Die Küstenstraße ist nah und auch zu hören.

Camping Calamar

Kleiner Platz im Küstenwald an der Ostküste Korsikas bei Prunete. Geöffnet Mitte Mai bis Mitte Oktober, einfach und preisgünstig. www.campingcalamar.eu

Ausstattung: Einfache aber saubere Sanitäranlagen, Grillplatz, Baguetteservice
Warum wir diesen Platz so mögen: Fährt man über die hoppelige Zufahrt auf den Platz begrüßen einen zuerst aus Baumstümpfen wachsende Holzfiguren. Es gibt einen kleinen Kräutergarten und der Rezeptionsbereich ist liebevoll gestaltet. Die schönsten Stellplätze liegen dagegen ziemlich naturbelassen und himmlisch ruhig in kleinen Parzellen mitten im Wald. Über einen Sandpfad kommt man vom Platz zum Meer und zu einem schönen Sandstrand.
Was kann man hier machen: Der Calamar ist ein guter Platz für einen längeren Badeaufenthalt. Die nahen Bergen der Castagniccia lohnen den ein oder anderen Ausflug. Es gibt auch markierte Wanderwege auf denen man allerdings mit ordentlichen Höhenunterschieden rechnen muss.
Die kleinen Schwächen: Die Sanitäranlagen sind einfach und bei voll belegtem Platz gut ausgelastet. Duschen ist nur zu eingeschränkten Zeiten möglich. Beliebter Familienplatz und in deutschen Ferienzeiten meist bis auf den letzten Platz belegt.

Camping Village OstriconiCamping Ostriconi Korsika

Schöner Campingplatz in absoluter Alleinlage am Rand der Désert des Agriates, einer steinigen Berglandschaft an der Westküste Korsikas. Geöffnet ca. Mai bis Oktober. www.village-ostriconi.com

Ausstattung: Eher einfache aber saubere Sanitäranlagen, Baguetteservice, kleiner Laden, Restaurant, Pool, Häuschen zum Mieten.
Warum wir diesen Platz so mögen: Den Camping Plage d‘Ostriconi lieben wir vor allem für seine Lage mitten im Nichts und für seinen traumhaft schönen Weg zum Meer. Der Weg zur nahen Küste führt durch ein üppig grünes Tal am Fluss entlang, hinter dem die rötlichen Berge der Désert des Agriates aufragen. Über eine Brücke geht es dann in den Sand. Um zum Strand und zum Meer zu kommen, muss man zuerst den Fluss durchwaten. Je nach Wasserstand kann das etwas abenteuerlich werden. Die naturbelassene Plage d‘Ostriconi teilt man sich dann auch mal mit Kühen. Der Platz selbst glänzt mit einem sehr freundlichen, hilfsbereiten Team und einem recht guten Restaurant.
Was kann man hier machen: Ein Küstenwanderweg führt in drei Tagen vom Campingplatz einmal um die Désert des Agriates mit ihren vielen kleinen Buchten und traumhaften Sandstränden und bis nach Saint Florent. Es sind aber auch kürzere Wanderungen in die Steinwüste möglich. Ansonsten lockt natürlich der Strand.
Die kleinen Schwächen: Die Sanitäranlagen sind eher einfach, recht luftig ausgefallen was aber nur an Schlechtwettertagen stört. Die Häuschen haben schon bessere Tage gesehen. Im Hochsommer ist der Boden an vielen Stellen recht staubig.

Camping Plage de CupabiaCamping Cupabia an der Plage de Cupabia

Einfacher Strandcampingplatz an einer abgelegenen Bucht im Südwesten Korsikas. Geöffnet etwa Mai bis Oktober. www.acaladicupabia.com

Ausstattung: Recht gute Sanitäranlagen, sehr schönes Restaurant mit Plätzen am Meer, kleiner Laden und Baguetteservice.
Warum wir diesen Platz so mögen: Lange Jahre gab es an der Plage de Cupabia nur eine schattenfreie Wiese neben dem Restaurant und hinter einem absoluten Traumstrand. Eingefasst von Steinbrocken liegt der schön geschwungene Sandstrand in einer geschützten Bucht. Es geht familientauglich sanft ins glasklare Wasser und der Sand ist schneeweiß. Bei unserem ersten Besuch vor etlichen Jahren sausten noch die ganze Nacht die Hunde des Besitzers über den Platz und kläfften bei jeder Gelegenheit, so dass der nächtliche Weg über die stockdunkle Wiese zum einfachen Toilettenhäuschen zur kleinen Mutprobe wurde. Inzwischen geht es an der Plage de Cupabia aber recht zivilisiert zu. Es gibt richtige Sanitärlagen und hinter der sonnigen Wiese auch Plätze im Schatten hoher Bäume. Der nächste Ort bleibt jedoch weit entfernt und die Bucht einer dieser traumhaft schönen Plätze mit »Am-Ende-der-Welt-Feeling.«
Was kann man hier machen: Baden, relaxen und an der Küste entlangspazieren. Der Genuesenturm, den ihr links oben sehen könnt, ist ein schönes Ziel und inzwischen kann man über eine steile Leiter in den Turm und weiter hinauf auf die Plattform.
Die kleinen Schwächen: So richtig herzlich ist man nicht an der Rezeption und den tollen Strand lässt man sich gut bezahlen. Der Übernachtungspreis passt nicht so ganz zur immer noch einfachen Ausstattung. Die Wasserversorgung ist auf dem abgelegenen Platz ein Problem und in trockenen Sommern kann es leicht zu Engpässen und Einschränkungen kommen.

Camping MelnsilnsCamping Melnsilns Lettland

Kleiner Campingplatz direkt an der Ostseeküste in der Region Kurzeme, die einige Kilometer südlich von Riga liegt. Ganzjährg geöffnet. www.melnsils.lv

Ausstattung: Einfache Duschen und WCs, Gaststätte mit Terasse über dem Meer
Warum wir diesen Platz so mögen: Der absolute Hit des Camping Melnsils sind 16 Schlaffässer, die etwas oberhalb des schmalen Strandes am Ufer aufgereiht stehen. Sie bieten Raum für 2-4 Personen und freien Blick aus dem Bett auf das Meer. Mit Camper oder Zelt steht man auf einer Wiese hinter der ersten Baumreihe auch recht gut, aber längst nicht so ungewöhnlich. Der gemütliche Gasthof auf dem Platz (auf lettisch Krogs) bietet gute Küche zu günstigen Preisen.
Was kann man hier machen: Die nahe Landspitze Kap Kolka und die dort an der Küste versteckten livischen Dörfer Mazirbe und Kosrags lohnen einen Besuch. In Mazirbe ist ein Bootsfriedhof im Küstenwald ein spannendes Ziel für eine kurze Wanderung. Etwas weiter fährt vom Campingplatz man zu den Moorpfaden am Engure See und in Hochmoor von Kemeri.
Die kleinen Schwächen: Schmaler Strand und einfache Ausstattung, Meerblick gibt es leider nur aus den Fässern.

RMK Peraküla telkimisalaPeraküla Telkimisala Estland

Sehr einfacher, von der estnischen Forstbehörde RMK betreuter Zeltplatz direkt hinter dem schönen, langen Sandstrand von Peraküla. Jederzeit frei zugänglich. http://loodusegakoos.ee/where-to-go/recreation-areas/nova-recreation-area/perakula-campsite

Ausstattung: Trocken-WCs, Grillstellen, an Hochsommerwochenenden Kiosk in einem Wagen am Platz, Trinkwasser an der Naturpark Information an der Zufahrtsstraße
Warum wir diesen Platz so mögen: Peraküla ist einer von mehreren einfachen Zeltplätzen der estnischen Forstbehörde, die direkt hinter der Düne am Meer liegen. Die meisten dieser Plätze sind kostenlos nutzbar. Es handelt sich nicht um einen Campingplatz, sondern um ein Areal auf dem man ein Zelt aufbauen darf. Mit einem Camper kann man meist ganz gut auf dem zugehörigen Parkplatz stehen, die Zeltplätze sind aber fast immer viel schöner. An Sommerwochenenden treffen sich auf diesen Plätzen estnische Familien und junge Leute, meist in großen Gruppen, zum Feiern. Unter der Woche ist es eher leer und ihr zeltet einsam mitten in der Natur. Der Peraküla Telkimisala ist vergleichsweise groß und liegt direkt hinter einem der schönsten Strände der Region.
Was kann man hier machen: Auf der Landseite schließt ein Naturschutzgebiet an, durch das ein gut sieben Kilometer langer Rundweg führt. Unbedingt sehenswert ist auch die nahe Stadt Haapsalu mit Ihrer Burgruine und dem Ilon Wikland Museum. Auch wenn ihr den Namen nicht kennen solltet, habt ihr stimmt schon Zeichnungen von Ilon Wikland gesehen. Die in Haapsalu geborene Künstlerin illustrierte über Jahre alle Astrid Lindgren Bücher.
Die kleinen Schwächen: An den Wochenenden tobt hier der Bär. Ansonsten ein perfekter Platz für alle, die das Wildzelten lieben und auf Komfort verzichten können.

Natur Camping UsedomNatur Camping Usedom

Weitläufiger Campingplatz im Wald und am Boddenufer auf der Halbinsel Gnitz, in einer der stillsten Ecken der Insel Usedom. Geöffnet Mitte April bis Ende Oktober. www.natur-camping-usedom.de

Ausstattung: Ordentliche Sanitäranlagen, Fahrrad- und Kanuverleih sowie Surf- und Segelschule am Platz, einfache Gaststätte und Brötchenservice.
Warum wir diesen Platz so mögen: Campingplätze an der deutschen Ostseeküste sind meist eher gut organisiert und komfortabel ausgestattet als naturnah. Dieser hier ist erfrischend anders. Am schönsten sind die Plätze im unteren Bereich in der Nähe des Boddenstrandes, die aber maximal mit einem VW-Bus zu erreichen sind. Größere Fahrzeuge stehen oben im Wald oder auf einem etwas sonnigeren Wiesenareal. Hier gibt es die einzigen parzellierten Plätze und Stromanschlüsse. Ansonsten ist der Platz naturbelassen und extrem weitläufig. Am Wasser gibt es einen schmalen Sandstrand und der stille Bodden ist ein gutes Revier zur Anfängerschulung auf dem Surfboard.
Was kann man hier machen: Am Campingplatz beginnt ein sehr schöner Küstenpfad auf dem man bis zum Dorf Lütow laufen kann. Mit dem Fahrrad ist die Krumminer Wiek und das süße Dorf Krummin mit mehreren ausgesprochen einladenden Cafés ein gutes Ziel. Auch die Ostseeküste und der Badeort Zinnovitz sind per Rad erreichbar
Die kleinen Schwächen: Plätze in der Nähe des Wassers gibt es nur für Zelte und die Ostsee liegt ein paar Kilometer entfernt.

Surfoase Thiessow

Surfoase Thiessow

Einfacher Wiesenplatz an einer Surfschule am Rügischen Bodden. Der Platz liegt auf der Halbinsel Mönchgut im Süden der Insel Rügen. Geöffnet April bis Oktober. http://thiewaii.de

Ausstattung: Einfache Sanitäranlagen, Surf- und Segelschule, SUP und Kajakverleih.
Warum wir diesen Platz so mögen: Die Halbinsel Möchgut ist einer unserer erklärten Lieblingsecken auf Rügen und in Thiessow ist selbst Deutschlands größte Odtseeinsel noch ländlich und verschlafen. Kein anderer Campingplatz der Insel liegt so direkt am Wasser, auch wenn das Wasser ein Teil des Boddens und nicht die Ostsee ist. Der Bodden eignet sich besonders gut für Wassersport und so ist auch dieser Campingplatz eine lässig-lockere Surferlocation.
Was kann man hier machen: Auf der anderen Seite von Thiessow zieht sich ein schöner, langer Sandstrand die ganze Ostseite der Halbinsel hinunter und zweimal in der Woche findet in der Nähe des Thiessower Campingplatzes ein Markt mit regionalen Spezialitäten statt. Abwechslung bietet dann eine Wanderung durch die Zickerschen Berge, die grünen Hügel der Halbinsel, und durch das idyllische Dorf Groß Zicker. Mit dem Fahrrad kommt man auch auf das benachbarte Reddevitzer Höft.
Die kleinen Schwächen: Der Platz ist schattenfrei und liegt voll im Wind.
Die komfortablere Alternative: Wenn ihr etwas komfortabler und geschützter mögt, wählt den gut ausgestatteten Campingplatz in Thiessow. Er bietet viele schöne Stellplätze mit freiem Blick über eine Wiese zum Bodden. Der Sandstrand ist von hier aus schnell erreicht. Es geht über die Straße und ein kurzes Stück durch den Küstenwald. Geöffnet April bis Oktober. www.campingplatz-thiessow.de

Mit Kindern ins Tiroler Unterland

Nach Kufstein auf die Fes­tung, zu einer spannenden Klammwanderung oder in die Gletschereiswelt des Hinter­tuxer Gletschers im hintersten Winkel des Zillertals – im kinderfreundlichen Tiroler Unterland könnt Ihr bei Wanderungen, Besichtigun­gen und Exkursionen eine Menge erleben. Am schönsten ist es, wenn die Sonne scheint. Aber auch bei Regen­wetter wird großen und kleinen Besuchern ganz sicher nicht lang­wei­lig.

Bergspielplatz und Gipfelglück – Wandern mit Kindern in den Tiroler Bergen

Weitental Hintertux

Eindrucksvolle Berglandschaft im Weitental in Hintertux

Das Tiroler Unterland umreißt die Region nördlich und südlich des Inntals. Die östliche Grenze liegt im Salzburger Land, die westliche im Umland von Inns­bruck. Das Markenzeichen der Region sind ihre eindrucksvollen Berg­landschaf­ten: Kitzbüheler Alpen, Wilder Kaiser, Wildschönau und Alpbachtal sind nur einige bekannte Namen, die untrennbar mit großartigen Aussichten und erhabenen Eindrücken verbunden sind. Vielerorts hat man sich dabei gerade auf Familien eingerichtet. Fantasievoll gestaltete Bergspielplätze, auch Bergerlebniswelten genannt, machen so manche Gipfelbesteigung zu einem abwechslungsreichen Abenteuer, bei dem auch Kinder voll auf Ihre Kosten kommen. Wird es im Hochsommer für Bergtouren zu heiß, locken gleich mehrere aufregende Wege mit Brücken und Treppchen durch schattig-feuchte Schluchten wie Gießenbachklamm, Kundler Klamm, Tiefenbachklamm, Wolfsklamm oder die abgelegene Kaiserklamm.

Wildsee und Wildalm

Die Wildalm am Wildsee ist ein besonders attraktives Wanderziel (Tour 3)

Wandern in der Wolfsklamm

Die Klammen im Tiroler Unterland eignen sich wunderbar für Sommerwanderungen. Hier seht Ihr die Wolfsklamm (Tour 34) und den Wasserfallweg in Hintertux (Tour 39).

Trampolin und Niederseilgarten – Bergspielplätze im tiroler Unterland

Ausflugsziele im Tiroler Unterland

Auch in den Tälern gibt es allerhand zu entdecken – dazu zählt das mittelalterliche Rattenberg genauso wie die moderne Einkaufsstadt Wörgl. Die Anzahl interessanter Ausflugsziele zu verschiedensten Themen ist im Unterland so groß und vielfältig, dass sie spielend selbst einen mehrmonatigen Aufenthalt immer wieder neu und spannend gestalten würde: Freizeitparks, Hochseilgärten, Erlebnisbäder und Seen, Sommerrodelbahnen, Museen, Wildparks und Schaubetriebe sind nur einige der besonders familiengerechten Anziehungs­punkte.

Outdoorabenteuer für Familien im Tiroler Unterland

Baden am Achensee

Dieser Badeplatz am Achensee ist das Ziel unserer Tour 31.

Neben Bergwandertouren gibt es in den Tiroler Bergen für Familien viele weitere spannende Möglichkeiten, die Natur zu erleben und neue Erfahrungen zu sammeln. Besonders beliebt sind die Badeseen und alles, was auf irgendeine Weise mit Wasser zu tun hat. Ganz den individuellen Bedürfnissen folgend kann man im Wasser plantschen, ein Tretboot chartern, sich auf eine beschauliche Paddeltour begeben und sogar zu einer frisch-spritzigen Raftingtour aufbrechen. Größere Kinder entdecken vielleicht den Trendsport SUP für sich, bei dem man ein Surfbrett mit dem Paddel vorwärtsbewegt, oder versuchen sich im Urlaub am Kitesurfen. Noch mehr Abenteuer im Freien versprechen Kletter­touren aller Art. Außer dem klassischen Klettern an Felswänden, werden auch Canyoningtouren durch Flusstäler angeboten. Vielerorts gibt es auch in Kletterhallen oder Hochseilgärten die Gelegenheit, erste Erfahrungen zu sammeln und die eigenen Grenzen zu testen.

Teufelsgasse

Auf dem Weg zur Teufelsgasse (Tour 7)

Die Tiroler Berge sind das richtige Ziel für Euch? Dann werft hier einen Blick in unser neues Reisehandbuch. Das Inhaltsverzeichnis gibt Euch einen ersten Überblick über alle Touren mit Gehzeit und Altersempfehlung.

Basistext und Fotos: Christian Winkler

 

Lacs d'Ayous imd Vallée d'Ossau

Eine Reise durch die Pyrenäen

Die 430 Kilometer lange Gebirgs­kette der Pyrenäen trennt die Iberische Halbinsel vom Rest Europas. Rund 200 Gipfel im Zentrum des Gebirges überschreiten die 3.000-Meter-­Gren­ze und einige wenige sind noch vergletschert. Damit gehören die Pyrenäen zu den höchsten und größten Gebirgen in Europa und sind eine der schönsten und ursprünglichsten Wanderregionen Europas. Landschaftlich, klimatisch und kulturell unterscheidet sich die Südseite von der Nordseite der Berge und die Mittelmeerküste vom Altlantik. Der Roadtrip quer durch die Pyrenäen und von Meer zu Meer ist spannend, abwechslungsreich und voller neuer Eindrücke – egal ob ihr im Camper, mit dem Motorrad oder einem PKW auf die Reise geht.

Naturparadies Pyrenäen

Wandern in den Pyrenäen

In den Pyrenäen führen schmale Pfade durch wilde Berglandschaften.

Die ungewöhnlichste Sehenswürdigkeit der Pyrenäen ist ihre wilde, noch sehr ursprüngliche Natur. Geier, Stein­adler, Wildkatze und die üblichen Bergbewohner wie Gämse, Steinbock und Murmeltier sind hier zu Hause. Inzwischen soll es auch wieder freilebende Braunbären geben, denen ihr aber sicher nicht begegen werdet. Häufig zu sehen sind dagegen die meist in Gruppen am Himmel kreisenden Gänsegeier.

Nationalparks in den Pyrenäen

Cirque de Cagateille

Der Weg zum Cirque de Cagateille im Haut-Couserans (Tour 23)

Auf dem Gebiet der Pyrenäen gibt es drei Nationalparks. Das größte Schutzgebiet ist der »Parc National des Pyrénées« auf der französischen Seite der Berge. Die landschaftlichen Höhe­punkte des Parkes sind tiefe Bergkessel wie der Cirque de Gavarnie, der Cirque de Troumouse und der Cirque de Caga­taille.

Valle de Ordesa

Durch das Valle de Ordesa zum Wasserfall Cola de Caballo (Tour 34)

Die beiden anderen Nationalparks liegen in Spanien. Der älteste von ihnen ist der 1918 gegründete »Parque Nacio­­nal de Ordesa y Monte Perdido«, der südlich an das Kerngebiet des französi­schen Nationalparkes anschließt. Hier ist das Landschaftsbild besonders ungewöhnlich. Schroff a­b­fal­len­de Felsen bilden tiefe Schluchten wie das Valle de Ordesa und den Cañon d‘Añisclo, die ein wenig an den Grand Canyon erinnern.

Am Riu Monestero

Am Riu de Monestero im Nationalpark Aigüestortes (Tour 27)

Noch einmal ganz anders ist die Landschaft im »Parque Na­cio­nal d‘Aigües­tortes i Estany de Sant Maurici«, dem kleinsten Pyrenäennationalpark. Neben etlichen Karseen und Berggipfeln mit zacki­gen Spitzen sind es malerische Flusstäler, durch die glasklares Wasser mäandert, die den Reiz des Natio­nal­parkes ausmachen.

Neben den drei Nationalparks gibt es etliche Naturparks. Zum Beispiel den »Parc Naturel Regional des Pyrénées Ariègeoises« oder den »Parque Naturel Posets-Maladeta«, in dem die höchsten Gipfel der Pyrenäen zu finden sind.

Kultur und Geschichte in den Pyrenäen

Burgruine von Roquefixade und romatische Kunst im Kloster San Juan de la Pena

Die Burgruine von Roquefixade (Tour 15) und Figuren im Säulengang in der Klosterruine von San Juan de la Peña (Tour 41).

Die kulturellen Highlights der Pyrenäen sind am Rand der Berge zu finden. Meist sind es alte Gemäuer wie die Burgen der Katharer, trutzige Festungsbau­ten aus dem Mittelalter oder die romani­schen Kirchen und Klöster, die faszinieren. Schon im 10. Jahrhundert entdeckte man das Pilgern auf dem Jakobs­weg, so dass an den Pilgerrouten nicht nur die notwendige Infrastruktur, son­dern auch repräsentative Kirchen entstan­den. Die Säulen der Kreuzgänge und auch Torbögen und Fassaden der Romanik wurden reich mit Figuren geschmückt, von denen einige bis heute gut erhalten sind.

Familienurlaub in den Pyrenäen

Frei weidende Pferde und eine abenteuerliche Bachüberquerung

Begegnungen mit freilaufenden Weidetieren und abenteuertaugliche Wanderpfade mit Bachüberquerungen und Kletterfelsen machen das Wandern in den Pyrenäen auch für Kinder spannend.

Auch für aktive Familien eignen sich die Pyrenäen als Reiseziel. Es gibt hier richtig viele kurze Wanderwege mit echtem Abenteuerfaktor. Auf den steinigen Pfaden gibt es immer was zu klettern, es geht durch Bäche und von einem Bergsee zum andern und selbst eine Zeltübernachtung in den Bergen wäre einfach zu organisieren. Auf den Bergweiden begnet man im Sommer häufig Weidetieren. Hier grasen nicht nur Kühe und Schafe, sondern auch viele Pferdeherden, die fast immer auch Fohlen dabeihaben. Für Abwechslung im Programm sorgen Tierparks, Falknereien, Hoch­seil­gärten und viele urige Burg­ruinen. Auch Rafting und Canyoning werden in spielerischer Version schon für Kinder ab sechs oder acht Jahren angeboten.

Besonders gut für Familien geeignet ist die bei uns wenig bekannte Region Ariège. Hier gibt es besonders viele interessante Ausflugsziele und im Sommer wird es nicht so voll wie in den  Nationalparks. Außerdem sind die Strände des Mittelmeeres nicht  weit ent­fernt, so dass man Berge und Meer gut in einer Reise kombinieren kann.

Küste an der Cote Vermeille

So enden die Pyrenäen am Mittelmeer. An der Steilküste der Côte Vermeille gibt es eher idyllische, versteckte Badebuchten als lange Sandstrände. Erst etwas weiter im Norden bei Argelès-sur-Mer säumt dann ein langer Sandstreifen die Küste.

Das Buch zur Pyrenäenreise

Nur wer die Straßen verlässt, wird die Schönheit der Pyrenäen erleben. Wir ergänzen Euren Roadtrip mit 44 kurzen Wanderungen für die ihr zwischen einer und maximal sechs Stunden unterwegs seid.  Sie verteilen sich über die komplette Region. In unserer Auswahl findet Ihr die klassischen Routen in den Nationalparks, aber auch weniger bekannte Wanderungen. Einen guten Überblick über unsere Vorschläge bietet das Inhaltsverzeichnis des Buches, in das Ihr hier in der Leseprobe einen Blick werfen könnt.

 

Berge oder Meer? Familienurlaub in der Südtoskana.

Im der Südtoskana und auf der Insel Elba gibt es beides: Berge und Meer. Spannende Küstenwege und Bergpfade mit weitem Ausblick locken zum Wandern, lange Sandstrände und versteckte kleine Buchten mit glasklarem Wasser zum Baden und Relaxen. Wenn es eine Pause vom Meer und vom Outdoorabenteuer braucht, lockt ein Bummel durch die schmalen Gassen der schönen kleinen Städte mit Mittelalterflair. Ein Besuch in einer der vielen alten Kirchen, ein Cappuccino auf der Piazza und ein großes Eis aus der Gelateria sorgen für kulturelle Akzente und das echte italienische Urlaubsfeeling.

Badespaß auf Elba

© Peter Sendlinger

In der Südtoskana

Die Region der südlichen Toskana, die man auch Maremma nennt, beginnt in Piombino und reicht an der Küste bis zum Monte Argentario, der nur durch drei Nehrungen mit dem Festland verbunden ist. Im flachen Wasser zwischen den Landzungen leben besonders viele Wasservögel. An der Küste der Maremma gibt es lange Sandstrände und einen Naturpark. Der Parco Naturale Monti dell’Uccellina liegt an der Mündung des Ombrone ins Meer. Ein Teil des Parkgeländes ist flaches Sumpfgebiet, der andere mit Wald bewachsenes Hügelland. Zwei alte Wachtürme mit Weitssicht und der wunderbar wilde Sandstrand des Parkes sind besonders attraktive Wanderziele. Man kann den Naturpark aber auch gut mit dem Fahrrad erkunden.

Monti dell'Uccellina

Der wilde Strand im Parco Naturale Monti dell’Uccellina

Siena ist die wichtigste Stadt der Südtoskana und fasziniert mit einem mittelalterlichen Stadtkern um die stimmungsvolle Piazza del Campo, auf der im Sommer das älteste Pferderennen Europas stattfindet. Über 400 Stufen führen im Rathausturm, dem Torre del Mangia, hinauf zum besten Ausguck über die Stadt und auf dem Boden des schwarz-weiß geringelten Domes könnt Ihr mit euren Kids ganze Bildergeschichten entdecken.

Der beste Blick auf Siena

Der beste Blick über Siena…

Im Landesinneren locken die hübschen Dörfer und Städtchen, die man allgemein mit der Toskana verbindet. Besonders lieblich ist die Hügellandschaft des Valle d’Orcia. Wilder und touristisch wenig erschlossen präsentiert sich das Wandergebiet um den Monte Amiata. Die Region ist beinahe noch so etwas wie ein Geheimtipp!

Wandern um Bagno Vignoni

Das Thermalbecken von Bagno Vignoni liegt mitten im Ort.

Im Süden der Maremma verstecken sich die urigen Città del Tufo, drei mittelalterliche Kleinstädte, die auf und aus vulkanischem Tuffstein in den Fels gebaut wurden. Zwischen den Orten versprechen Hohlwege mit meterhohen Felswänden und verlassene Höhlenwohnungen spannende Familien-Wanderziele und abenteuerliche Wege. Weiteren Spuren des Vulkanismus begegnen wir auf dem Weg zur Küste: Auf den Fumerolenfeldern von Monterotondo zischt heißer Wasserdampf aus der Erde und weiter im Süden kann man in den heißen Quellen von Saturnia baden – nicht etwa im Schwimmbad, sondern mitten in der Natur. Bei Capalbio ragen die bunten, überlebensgroßen Skulpturen der Künstlerin Niki de Saint Phalle über die Baumwipfel. Im Tarotgarten mit seinen begehbaren Figuren haben auch Kinder einen leichten Zugang zur Kunst.

Tarotgarten, Giardino di Tarocchi, Niki de Saint Phalle

Der Giardino di Tarocchi und die Porta di Merli im Tuffstein-Dorf Sorano.

Elba – Badeparadies und Wanderziel

Elba liegt nur einen kurze Fährfahrt von der Küste der Maremma entfernt und gehört seit 1996 zum Nationalpark Toskanischer Archipel. Der komplette Westen der Insel steht unter Naturschutz und Ihr trefft hier auf kleine Badeorte mit Retrocharme und versteckte, einsame Kies- und Felsbuchten.

Wandern mit Kindern auf Elba

© Inge Kraus

Elba ist aber nicht nur ein Badeparadies. Bereits von der Fähre aus sieht man den höchsten Berg im Westen der Insel – den Monte Capanne. Er misst stolze 1018 Meter und bietet ein abwechslungsreiches Wandergebiet mit vielen Kletterfelsen und grandiosem Weitblick über das Meer und die Insel. Das Bergmassiv um den Monte Capanne ist üppig grün bewachsen, der Süden Elbas ist dagegen eher trocken und immer ein paar Grad wärmer als der Rest der Insel. Hier gibt es auch die längsten Sandstrände, die im Sommer mit Liegen und Sonnenschirmen ausgestattet werden. Im Zentrum der Insel prägen Weinberge, Zypressen und Pinien das Landschaftsbild. Der Osten wird von rotem, eisenhaltigem Gestein dominiert und ist stellenweise von dichter Macchia überzogen.

Schnorcheln und Wandern auf Elba

© Inge Kraus. Schnorcheln und Wandern auf Elba.

Highlights auf Elba

So vielseitig die Landschaft der Insel ist, so abwechslungsreich könnt Ihr euren Urlaub gestalten. Im Westen gibt es zahlreiche gut ausgebaute, spannende Wanderpfade. Die Fels- und Kiesbuchten mit ihrem glasklaren Wasser sind ein Schnorchelparadies. Mutige Kids schnorcheln in der Bucht von Pomonte umringt von Fischschwärmen an einem nur 10 Meter unter der Wasserfläche liegenden Wrack oder erforschen mit dem SUP die Grotta Azzurra. In der geschützten Bucht von Marciana Marina kann man sehr gut Kajakfahren oder Surfen lernen. Wer lieber am Sandstrand chillt, sucht sein Basisquartier bei Biodola oder Marina di Campo. Im Osten darf man in aufgelassenen Eisenerzminen nach Mineralien suchen und kulturell Interessierte sollten sich die ehemaligen Wohnsitze Napoleons nicht entgehen lassen, der 1814 für ein knappes Jahr auf Elba im Exil lebte.

Portoferraio

Ausflug nach Portoferraio. © Peter Sendlinger

Die Südtoskana ist das richtige Ziel für Euch? Dann werft hier einen Blick in unser neues Reisehandbuch. Das Inhaltsverzeichnis gibt Euch einen ersten Überblick über alle Touren mit Gehzeit und Altersempfehlung.

Ein Fahrradwochenende auf dem Chiemseeradweg

Als größtes Gewässer in Bayern wird der Chiemsee auch das bayerische Meer genannt. Ein gut markierter Radweg mit Badeplätzen, Stationen zur Vogelbeobachtung und gemütlichen Biergärten führt am Ufer entlang und macht den See zum perfekten Ziel für ein echtes Familien-Fahrrad-Abenteuer. Prien am Beginn und Übersee am Ende unserer Route sind von München mit dem Zug erreichbar, viele Campingplätze und Hotels bieten Unterkunft und machen es leicht die fast 60 km lange Runde in kindgerechte, dem Alter der Radler angepasste Häppchen zu teilen. So bleibt dann genug Zeit für eine Runde Minigolf, eine Tour mit dem Kanu, den Besuch im Hochseilgarten oder einen Balanceakt auf dem Surfbrett – Stand Up Paddling heißt die trendige Sportart und die Boards werden überall am See verliehen.

Prien – Gstadt: 13,5 km

Die erste Etappe zwischen Prien und Gstadt ist landschaftlich besonders reizvoll und unser Tipp für alle, die nur einen Tagesausflug planen. Am Parkplatz weisen uns die gelben Schilder des Chiemseerundweges den Weg Richtung Norden. Schnell liegt das Priener Stadtgebiet hinter uns und an der Fischhütte Reiter folgt eine erste Radlerrast. Ein paar Kurven weiter führt eine Holzbrücke über die Prien. Das Gebiet ist von Bibern bewohnt, deren Spuren man an vielen Bäumen entdecken kann. An der Prienmündung liegt auch das Rimstinger Seebad mit Liegewiese, Kiosk und Bootsverleih. Vor dem Bad verlässt man das Seeufer nach links und biegt hinter den Tennisplätzen wieder rechts ab. Die Route führt um die Schafwaschener Bucht, die nur durch einen schmalen Durchfluss mit dem See verbunden ist. Wir treffen auf die Hauptstraße mit Radweg. Hier hat man bei gutem Wetter einen tollen Blick über den See auf die Kampenwand. Schon nach wenigen Metern an der Straße geht es wieder rechts zum Sportboothafen hinunter.
Auf einem Schotterweg rollen wir mühelos durch die Uferwiesen. Hinter einem Picknickplatz mit Steg folgt bei Wolfsberg ein ruhiger Badeplatz, dessen Kiesstrand neben dem Steg ganz sanft ins Wasser führt. Ebenso reizvoll wäre die Pause im wenige Kilometer entfernten Urfahrner Strandbad mit zugehörigem Gasthof. Im Paraplü gibt es gute österreichische Küche zu familiengerechten Preisen.
Vom Parkplatz am Strandbad bringen uns ein paar Kurven zurück auf den Uferweg. Hinter dem Hafen von Breitbrunn mit vielen Segelbooten folgt der Bade­strand des Gradlhofes und dann ein ruhig gelegener öffentlicher Kies­strand. Durch Wald und Wiesen radeln wir weiter zur Aussichtswarte Ganszipfel. Von der Plattform des Holzturmes kann man nicht nur Enten und Schwäne beobachten, auch der Blick auf die Chiemseeinseln ist famos. Dann erreichen wir Gstadt mit mehreren Seerestaurants und Bootsanleger, von dem man nach Prien zurückfahren könnte.

Gstadt – Seebruck: 8,5 km

In Gstad ist immer was los. Wegen des regen Verkehrs ist hier etwas Vorsicht geboten. Dafür gibt es gleich mehrere Eisdielen zur Auswahl. Das große Strandbad mit Badeinsel am Ortsrand ist vor allem bei größeren Kids sehr beliebt.
Der Radweg führt kurz an der Hauptstraße entlang, dann geht es in rasanter Fahrt zum Ufer hinab. Der Schalchenhof links oberhalb des Weges mit guter Küche, Terrasse, Spielplatz und viel Platz zum Toben eignet sich perfekt für eine Einkehr. Unten am See liegt hier die nächste Badestelle.
Vorbei am Hafen Gollenshausen und am Cafe Seehäusl mit Bade- und Spielplatz erreichen wir das schicke Hotel-Restaurant Malerwinkel, von dessen Terrasse man eine wunderbare Aussicht genießt.
Nun ist es nicht mehr weit bis Seebruck. Zuerst erreichen wir die Badestelle Esbaum. Hier hat man eine alte Römerstraße rekonstruiert. Sie gehört zum archäologischen Rundweg von Seebruck. In der Orts­mitte kann man das Römermuseum Bedaium besuchen und rechts vor der Alzbrücke versteckt sich ein besonders schönes Strand­bad mit großer Liegewiese. Im Ort gibt es ein gute Pizzeria, einen Minigolfplatz, mehrere kleine Hotels und einen Campingplatz. Trotzdem ist Seebruck nicht so überlaufen wie andere Dörfer am See und bietet sich daher zur Übernachtung an.

Seebruck – Chieming: 7 km

Hinter der Brücke überqueren wir die Uferstraße, und umfahren den Ort auf einer ruhigen Anliegerstraße. Dann quert der Radweg die Hauptstraße und verläuft parallel zu dieser. Vorbei an mehreren kleinen Buchten steigt der Fahrweg an, führt durch einen Bauernhof und am Camping Seehäusl vorbei nach Chieming. Ein Abzweig führt rechts zum Seebad. Die Hauptroute bringt uns ins Ortszentrum, wo sie unbedingt eine Pause einplanen sollten. Lassen Sie die Räder am Parkplatz beim Bootsanleger und suchen Sie sich einen Platz am Ufer. Ach ja, das Eis, das man am urigen Eiswagen beim Parkplatz kaufen kann, ist super lecker!

Chieming – Feldwies: 12 km

Der Radweg an der Uferstraße führt uns aus Chieming hinaus. Wir queren sie zweimal, bevor wir zur Hirschauer Bucht abbiegen können. Auf der Zufahrt durch mannshohes Schilf­gras fühlt man sich fast in die Wildnis versetzt und doch endet die Straße am Gasthof: Das Wirtshaus zur Hirschauer Bucht steht mitten im Wald und ist bekannt für gute bayerische Küche. Ein Fußweg bringt uns zum Aussichtsturm, von dem man Enten, Schwäne und anderes Federvieh erspähen kann. Das Mündungsgebiet der Tiroler Ache steht unter Naturschutz und ist ein wichtiges Refugium für seltene Vögel.
Weiter geht es durch die sumpfigen Wälder bis an den Rothgraben, der das geschützte Areal an der Ache östlich begrenzt. Wir folgen diesem, bis die Autobahn sichtbar wird. Bis zum Abzweig nach Feldwies bleibt unser Weg direkt neben der Hauptverkehrs­ader. Das ist zwar nicht sehr idyllisch, aber für Kinder durchaus eindrucksvoll.

Familienparadies Feldwies

Zum Abschluss der Tour lockt in Feldwies ein tolles Seebad mit echtem Sandstrand und Spielplatz. Direkt daneben baumeln die Stationen des Hochseilgartens zwischen den Bäumen und man kann Kanus und SUPs leihen. Eine weitere Übernachtung in Feldwies können wir wärmstens empfehlen: Der Blick auf den Sonnenuntergang ist unvergleichlich. Ob sie diesen beim Picknick am Strand, in der lässig-coolen Beachbar oder an den Tischen der beiden Seegasthöfe mit gehobener Gastronomie genießen, bleibt Ihnen überlassen. Leckere hausgemachte Snacks gibt es am Seekiosk von Parker Outdoor. Der Campingplatz ist besser, als es die Nähe zur Autobahn erwarten lässt und wer Komfort schätzt, lässt die Radtour im Chiem­gauer Hof ausklingen. Am nächsten Morgen geht es dann zum Bahnhof Übersee oder per Boot via Fraueninsel zurück nach Prien.

Sie lieben das Abenteuer?

Am aufregendsten ist die Chiemseeradtour mit Übernachtung im Zelt. Der Transport der Ausrüstung auf dem Fahrrad, wird jedoch schnell zur kleinen Heraus­vorderung. Am einfachsten ist die Mitnahme eines Kinder­fahrrad­hängers als Gepäck­wagen. Hier finden Sie eine Packliste und Tipps wie Sie ihre Siebensachen locker aufs Fahrrad kriegen.

> hier gibt es die Karte als pdf zum Download

Abschnitte dieser Fahrradrunde sind als Tagestouren auch Teil unseres Reisehandbuches »Mit Kindern im Chiemgau«.

 

Neue Auflage »Korsika mit Kindern«

Seit dem 22. Februar 2018 gibt es im Buchhandel die neue Auflage zu »Korsika mit Kindern«. Unsere sechste Auflage des Buches ist natürlich aktualisiert und wir haben, über die Insel verteilt, fünf neue Touren aufgenommen. Besonders gut gefällt uns die kleine Gipfeltour auf die Punta Vacca Morta, die in der Länge ganz einfach variiert werden kann. Auch an der Casa di Roccapina, dem neuen Museum über das geologische Phänomen der Tafonisteine, gibt es eine Kurzwanderung, die sich als echter Entdeckerpfad erwiesen hat…

Mehr Infos und einen Blick ins Buch gibt es hier.

Keine Rentiere mehr in Strasen

 

Die Familie Hoffman ist mit ihren Rentieren in den hohen Norden ausgewandert und das Samidorf in Strasen ist leider verwaist und geschlossen. In dem winzigen Ort, der wegen seiner tierischen Bewohner gerne als Exotendorf betitelt wurde, leben, neben den üblichen Bewohnern eines Dorfes, jetzt nur noch Alpakas und Wasserbüffel. Besonders nett ist es bei den Lamas, die Kinder auch auf der Weide besuchen dürfen. Mit Anmeldung ist auch ein Spaziergang mit Alpaka möglich.

Eintritt für Wanderer auf Sardinien

Für zwei der beliebtesten Wanderziele auf Sardinien zahlen Besucher inzwischen Eintritt. Unsere Tour 35 zur Cala Goloritzé und Tour 39 zur Schlucht Gola di Gorropu gehören zu den absoluten Klassikern auf der Insel und zu den beliebtesten Wanderwegen Sardiniens. Am Beginn des Wanderweges zur Cala Goloritzé werden jetzt €6 für Erwachsene und €3 für Kinder von 6-10 Jahren als Eintritt für den Strand kassiert. Die ursprüngliche Idee hinter der Gebühr war es wohl, den in den letzten Jahren stetig gewachsenen Besucherstrom in der Bucht etwas einzudämmen. Das Geld wird laut Auskunft vor Ort für den Naturschutz verwendet.

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Der Weg zwischen die Steilwänden im hinteren Teil der Gola di Gorropu ist inzwischen gut markiert, dafür kostet der Besuch der Schlucht jetzt Eintritt.

Schon seit dem letzten Sommer zahlt man auch an der Gola di Gorropu Eintritt. Am Wegbeginn löst ein neuer, kostenpflichtiger Parkplatz mit Snackbar das Problem mit dem stets zugeparkten Zufahrtsweg, was die Situation vor Ort angenehm entspannt. Der Wanderweg am Fluss entlang und zu einigen schönen Wasserbecken ist weiterhin frei zugänglich. Erst am Ende des Weges, dort wo die Wände nahe zusammenrücken und die Schlucht dramatisch wird, steht jetzt im Sommer ein Kassenhäuschen. Der Weg, der über dicke Felsbrocken zwischen die Steilwände führt, war früher kaum zu finden, so dass Wanderer ohne Führung eines Ortskundigen meist gar nicht richtig in die Schlucht hineinkamen. Das ist jetzt kein Problem mehr, denn der richtige Durchgang ist mit Farbpunkten markiert. Er führt aber zum Glück immer noch abenteuerlich über Stock und Stein und ist in drei Zonen mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad unterteilt. Am Eingang gibt es eine gute Einführung und Informationen, außerdem kann man hier Helme leihen. Die Schlucht ist von 10.30 bis 17 Uhr zugänglich. Der Eintritt liegt bei €5 für Erwachsene und €3,50 für Kinder und hat durchaus eine adäquate Gegenleistung.

Die Ostsee von einer neuen Seite entdecken…

Die mecklenburgische Ostseeküste ist eines der populärsten Reiseziele in Deutschland, doch die meisten Gäste kommen nur im Hochsommer zum Baden. Die Strände sind dann gut belegt und an manchen Wochenenden bekommt man auf Usedom oder Rügen nicht mal mehr einen Stellplatz für ein Zelt. Reist man aber außerhalb der Sommerferien an die Ostsee, kann das ganz anders aussehen. Wir sind an einem windigen Pfingstwochenende auf Rügen mehrfach über einen fast menschenleeren Strand spaziert, haben im Küstenwald tolle Kletterbäume entdeckt und viele schöne Wege in eine überraschend unberührte Natur.

Beim Wandern auf Rügen gibt es tolle Wege zu entdecken.

Wir haben auf unserer Reise Kraniche beobachtet und Biber, sind in Begleitung eines Reihers die Peene hinunter gepaddelt, haben Seeadler gesehen und am Flussufer gezeltet.

Biwakplatz Sophienhof  an der Peene. Ihr könnt bis zu einer Woche mit dem Kanu auf dem Fluss unterwegs sein.

 

All diese kleinen Familienabenteuer könnt ihr ganz leicht nachmachen. Die Touren aus unserem Ostseebuch führen euch nicht nur zu den schönsten Badestränden, sondern auch in entlegenere Winkel der beliebten Inseln Usedom, Rügen und Hiddensee und zu den schönsten Plätzen an der Küste zwischen dem Fischland und dem Klützer Winkel.

Janis und Silas – die fleißigen Tourentester für das Ostseebuch.

Auch dieses Buch ist wieder im Teamwork entstanden. Lena Marie Hahn war gemeinsam mit ihren beiden Söhnen unterwegs und zusammen haben wir so viele tolle Touren entdeckt, dass das Buch jetzt ein bisschen dicker geworden ist als geplant und ihr diesmal 55 Wander- und Entdeckertouren zur Auswahl habt.

Und hier geht es zum Buch …