Alle Artikel in: Outdoor mit Kindern

Wanderspiele

Die schönsten Spiele am Berg und anderswo

Mit Worten spielen Wenn sich Kinder beim Gehen langweilen, spüren sie jeden Schritt und plötzlich ist das Laufen schrecklich anstrengend. Ist dagegen der Kopf beschäftigt, laufen die Füße fast von alleine. Das kennen auch Erwachsene. Besonders gut hilft hier ein Gespräch oder ein Lied. Singen sorgt außerdem für gute Stimmung und verleiht zusätzlichen Schwung. Fragen Sie ruhig mal nach, welche Lieder ihre Kinder so aus der Schule kennen. Ich habe dabei das ein oder andere neue kennengelernt. Eine spannende Geschichte, die vielleicht noch das Wanderziel mit einbezieht, funktioniert ebenso gut. Da aber nicht jeder aus dem Stegreif ein tolles Märchen erfinden kann, sind Spiele, die den Geist beschäftigen eine gute Alternative. 1. Ich packe meinen Rucksack … … ist die Wandervariante zum bekannten Kofferpacken. Die Spielregeln sind einfach. Der jüngste Spieler beginnt mit dem Satz. Ich gehe heute wandern und packe meinen Rucksack. Ich packe einen …… (beliebiger Gegenstand) ein. Der nächste Spieler wiederholt den kompletten Satz und fügt ein weiteres Gepäckstück hinzu. Das geht so lange weiter bis der Rucksack dick und schwer wird und ein Spieler bei …

Kanu Biwak

Abenteuer Kanutour

Die Qualität einer Kanutour liegt in der Ruhe. Nichts entspannt wirkungsvoller als das leise Plätschern, die gleichmäßige Bewegung des Paddels und das sanfte Gleiten des Kanus über das Wasser. Für mich ist Paddeln Entschleunigung pur… Entschleunigung? Damit können Sie Ihre Kinder so gar nicht hinter dem Computer hervorlocken, oder? Macht ja nichts, zum Glück ist eine Kanutour auch noch viel mehr: Plätze erforschen, die man nur vom Wasser erreichen kann, im Fluss oder im See baden, ein Lagerfeuer mit Würstchen und Stockbrot auf der Kiesbank und übernachten im Zelt direkt am Wasser. Kanutouren und ganz besonders das Kanuwandern sind auch ein echtes Kinder-Abenteuer. Deshalb haben wir auch in jedem unserer Tourenführer mindestens eine Paddeltour vorgeschlagen. Das Paddeln eines Kanus ist leicht zu erlernen und geeignete Ziele für Ihr persönliches Flussabenteuer gibt es sowohl direkt vor der Haustür, als auch in vielen beliebten Urlaubsländern. Ein Traumziel in Deutschland für Tagesfahrten und längere Kanuwanderungen sind die Mecklenburgischen Seen. Aber auch wenn Sie eher im Süden Deutschlands wohnen finden Sie in Ihrer Nähe sicher einen Fluss oder See mit Verleihstation. Perfekte Anfängerreviere mit guter Infrastruktur sind …

kanusaarfari

10 gute Tipps für eine gelungene Kanutour

1. Keine Passagiere an Bord: Auch jüngere Kinder brauchen ein eigenes Paddel in der passenden Größe. Sie können dann mitpaddeln, solange die Energie reicht. Nur so sind sie wirklich aktiv beteiligt. Einfach nur Passagier sein, wird schnell langweilig. 2. Die Länge der Tour dem Alter der Kinder anpassen: Kalkulieren Sie im Kanadier auf Gewässern ohne Strömung maximal 3 Kilometer pro Stunde. Mit kleineren Kindern reicht für den Anfang eine Strecke von maximal 10 Kilometer. 3. Pausen machen: Je jünger Ihre Kinder sind, desto wichtiger sind regelmäßige Pausen an Land zum Toben und spielen. Während der Fahrt ist der Bewegungsradius stark eingeschränkt. 4. Proviant: An einigen Kanurouten kann man auch einkehren. Erkundigen Sie sich vorher beim Verleih und stellen Sie sicher, dass der Gasthof auch geöffnet ist. Aber eigentlich ist es eh viel spannender, unterwegs einen besonderen Picknickplatz zu suchen. Alles was es dazu braucht kommt in die wasserdichte Packtonne, die Sie mit Ihrem Kanu ausleihen können. 5. Abenteuer planen: Ein Grillfeuer auf der Kiesbank ist ein beliebter Höhepunkt jeder Kanutour. Holz sammeln und Feuer machen, ist der Inbegriff eines Outdoorabenteuers. Erkundigen Sie sich vorher ob und wo Feuer machen erlaubt ist. Ist ein Feuer …

Kanadier oder Kajak?

Unter dem Begriff Kanu werden zwei Bootstypen zusammengefasst, die sich in der Fahrtechnik deutlich unterscheiden. Da gibt es einmal den Kanadier, ein oben offenes schmales Boot mit flachen Sitzbänken. Er wird am besten von mindestens zwei Personen mit dem Stechpaddel gefahren. Indianerfans unter den Kids kennen diesen Bootstyp bestimmt. Das flache, oben geschlossene Kajak, welches man mit einem Doppelpaddel steuert, kommt dagegen aus der Tradition der Eskimos. Ein Kanadier ist gemütlicher als ein Kajak. Er hat mehr Gewicht und ist bei gleichem Krafteinsatz langsamer. Dafür liegt er ziemlich stabil im Wasser, ist unkompliziert in der Handhabung und für längere Fahrten einfach zu beladen. Hier findet eine ganze Familie Platz in einem Boot, was Kosten spart und Spaß macht. Etwas schwieriger ist am Anfang die Paddeltechnik. Das Lenken und das mühelose Geradeausfahren mit dem Stechpaddel ist nicht schwierig zu erlernen, braucht aber ein bisschen Grundwissen. Bei seinen Schnuppertouren auf dem Forggensee erklärt und zeigt Uwe Simniok von der Kanustation Kanu-Kini in Füssen die wichtigsten Techniken bevor die Gruppe zur Fahrt in den Sonnenuntergang startet. Die Paddeltour in den Sonnenuntergang finden Sie …

Die wichtigsten Sicherheitsregeln für Kanuten

Kanu fahren ist ein ungefährlicher Sport, wenn man wenige Sicherheitsregeln beachtet und sich nicht überfordert. Kanustationen werden vorrangig an Flüssen eingerichtet, die sich auch für Anfänger eignen. An den Verleihstationen bekommen Sie auch alle notwendigen Informationen über die Strecke und eine kurze Einführung in die Paddeltechnik. Wer es genauer wissen möchte, beginnt seine Karriere als Paddler mit einem Kanukurs. 1. Das beste Revier für Anfänger sind Flüsse mit wenig Strömung. 2. Wenn Sie ihr Boot bei einer Kanustation leihen, dürfen Kinder meist erst ab 6 Jahren mit aufs Wasser. Wie alle Insassen eines Kanus, müssen sie sicher schwimmen können. Zusätzlich brauchen Kinder eine ohnmachtssichere Rettungs­­­weste mit Kragen, die sorgfältig angepasst werden sollte. 3. Nicht nur als Vorbildfunktion sollten auch die Erwachsenen ihre Schwimmwesten immer sicher geschlossen tragen – auch wenn das machmal albern erscheint. Sollten Sie unerwartet doch einmal kentern, haben Sie so die Hände frei, um Ihre Kinder zu unterstützen, die Paddel festzuhalten und das Boot an Land zu bringen. 4. Wer auf größeren Seen kentert, muss mit dem Kanu zurück ans Land. Für Ungeübte ist es fast unmöglich im …

Mit dem Esel ans Ende der Welt – Korsika mit Kindern geht in die fünfte Auflage.

Lange Plüschohren, weiches Fell und sanfte braune Augen – Esel erobern Kinderherzen im Sturm. Auf Korsika waren sie noch in der Zeit unserer Großmütter in jedem Dorf präsent. Sie trugen Brennholz, Wasser und Lebensmittel durch die engen Gassen, waren unentbehrlich bei der Ernte von Kastanien und Oliven und erleichterten den Menschen manchen langen Weg. In den Dörfern werden sie heute nicht mehr gebraucht, auf Korsika erobern sich die sanften Langohren jedoch einen neuen Platz: Wandern mit Esel erfreut sich großer Beliebtheit. Besonders für Familien ergeben sich so ganz neue Perspektiven. Mit einem Esel als Reittier für die Jüngsten ist der schöne Bergsee plötzlich leicht erreichbar und sogar eine mehrtägige Wanderung ist denkbar. Esel sind bestens geeignet für solche Touren: Sie sind freundlich, besonnen und außerdem besonders trittsicher. Auch ängstliche Kinder fassen schnell Vertrauen. Die Wanderung mit Esel oder Pony zum verwunschenen Bergsee Lac de Creno hat schon seit der allerersten Auflage (2005) einen festen Platz unter meinen Wandertouren auf Korsika. In der neuen Auflage von 2014 haben Sie die Wahl zwischen verschiedenen Eselwanderungen. Wer ein …

Mit Kindern in die Berge – Eine Einführung für Einsteiger

Der Ehrgeiz, einen Gipfel zu erreichen, ist den meisten Kindern fremd und die wenigsten begeistern sich für das Laufen an sich. Aber wenn sie die Natur als Spielplatz entdecken, haben auch Kinder Spass an Ausflügen in die Berge. Wenn schon wandern, dann wollen Kinder dabei toben, klettern und alles bestaunen, was rechts und links am Wegrand wächst oder krabbelt. Dafür muss natürlich genügend Zeit eingeplant werden. Die ersten Touren sollten daher eher kurz sein. Als Ziel eignet sich ein Platz, an dem man gut spielen kann – das wird erstmal selten der von Erwachsenen anvisierte Berggipfel sein. Eine Almhütte mit Tieren, ein Berggasthof oder ein See- oder Bachufer sind da schon viel besser. Ein Kletterfelsen oder ein Kletterbaum am Wegrand sind reizvolle Zwischenziele. Mit dem tollen Blick vom Gipfel lockt man erst die Größeren… Kinder in der Kraxe Wandern ohne selbst zu laufen Kinder unter drei Jahren können im Tragesack oder einer Kraxe (Rückentrage) mitgenommen werden. Die Länge der Strec­ken richtet sich dann nach der Kondition des Kraxen­trägers. Kinder, die in der Kraxe transportiert werden, …

Von breiten Wegen und schmalen Pfaden

Schaut man auf die Touris­musseiten der Bergorte, verlaufen die empfohlenen Fami­­lienrouten oft möglichst eben auf breiten Schotter­wegen, damit auch wirklich nichts passieren kann. Natürlich ist man auf solchen Wegen besonders sicher – spannend ist so eine Wande­rung allerdings nicht. Beson­ders Kinder langweilen sich auf geraden Forst­straßen und geschotterten Fahrwegen – ein schmaler gewundener Pfad dagegen weckt schnell neue Lebensgeister. Auch steinige Passagen, an denen man richtig klettern kann, kleine Treppchen oder enge Durch­gänge zwischen Fel­sen sprechen Spieltrieb und Phan­tasie an und sorgen für Begeisterung. Manche dieser  schmaleren Wege sind gefahrlos auch mit jüngeren Kin­dern zu begehen, oft gibt es auf Bergpfaden aber auch ris­kan­tere Stellen, an denen das Laufen Aufmerksamkeit braucht. Vor allem am Anfang müssen die Eltern wach dabei bleiben und dafür sorgen, dass zu wagemutige Aben­teurer sich nicht in Gefahr bringen. Kinder im Kindergartenalter sind noch nicht in der Lage, solche Gefahren einzuschätzen. An Wege, die am Hang entlang gehen und dabei auch erste leicht ausgesetzte Stel­len haben (enge Bereiche, an denen es an einer Seite steil hinuntergeht), kann man Kinder ab dem …

Wandern mit dem Kinderwagen

Ein Wanderweg, den man mit dem Kinderwagen befahren kann, darf nicht zu steil sein und braucht glatten Untergrund. Wurzeln, Stufen, Engstellen oder dicke Steinblöcke – alles was einen Weg für laufende Kinder interessant werden lässt – macht Wege für Kinderwagen unpassierbar. Wer Kinder unter vier Jahren mit auf die Bergtouren in unseren Büchern nehmen möchte, braucht daher eine Kraxe. Nur das neue Buch über den Chiemgau bietet am flachen Seeufer eine gute Auswahl an Touren, die auch mit dem Kinderwagen oder einem Laufrad passierbar sind. Weitere sorgfältig und persönlich vor Ort recherchierte Routen für Wanderungen mit dem Kinderwagen zwischen Salzburger Land und Bodensee finden Sie im kleinen, sympathischen Wandaverlag der österreichischen Autorin Elisabeth Göllner-Kampel.

Was muss mit?

Wanderausrüstung für Familien Für alle Touren im Hoch­gebirge sind Wanderschuhe notwendig, auch für Kinder. Auch bei den kürzeren Wan­derungen mit wenig Steigung im Voralpen­bereich sollten Kinder feste Schuhe tragen. Diese brauchen ein griffiges Profil und sollten über die Knöchel gehen, um genügend Halt zu bieten. Am Berg scheint die Sonne besonders intensiv. Im Sommer ist ein gut sitzender Sonnenhut mit UV-Schutz und Sonnencreme unverzichtbar. In höheren Lagen gehört außerdem immer eine Jacke ins Gepäck – am besten eine wasserdichte. Wer einmal beobachtet hat, wie rasant im Gebirge Wolken aufziehen können und wie schnell es dann abkühlt, wird sie auch an einem warmen Sommertag nicht vergessen. Kurze Hosen sind bei den Kleinsten nicht so optimal. Selbst eine dreiviertellange Hose bietet besseren Schutz, sollte ein Stolperer auf steinigem Boden doch mal zum Sturz führen. Deshalb gehören auch Pflaster oder sogar ein kleines Erste Hilfe Set zur Standardausrüstung, wenn man in Begleitung von Kin­dern wandert – vielleicht ergänzt mit ein paar Blasen­pflastern. Im Frühjahr und Herbst sollte zusätzlich zur Regenjacke ein warmer Pulli (z.B. Fleece) in den Rucksack. …