Camping

Naturnahe Campingplätze in den Bergen

Camping Fafleralp


Einfacher Bergcamping im Wallis in der Schweiz. Das Camp liegt am Ende der Stichstraße ins Lötschental. Der Platz ist von Mai bis Oktober geöffnet, www.camping-fafleralp.ch

Ausstattung: Kiosk am Parkplatz mit kleinen Speisen, an dem auch die Campinggebühr bezahlt wird, Container mit einer Handvoll Duschen und WCs. Sonst nichts!
Warum wir diesen Platz so lieben: Das Campinggelände liegt direkt am eiskalten, klaren Bergbach und ist umgeben von einer grandiosen Bergkulisse. Im Hügel hinter der Zeltwiese pfeifen die Murmeltiere und mit etwas Glück kann man sie auch beobachten. In den Sanitäranlagen gibt es echtes Lötschentaler Quellwasser. Wenn man sich überhaupt vom Platz wegbewegen möchte, wir sitzen hier gerne mal einen halben Tag am Bachufer, gibt es gleich mehrere schöne Wanderungen zur Auswahl.
Das kann man hier tun: Geht man immer am Fluss entlang weiter ins Tal hinein, kommt man zu einem idyllisch gelegenen Bergsee und erreicht dann nach einer guten Stunde auf dem Gletscherlehrpfad das Gletschertor des Langgletschers. In knapp 3 Stunden kann man bis auch zur Anenhütte hinaufsteigen. In der anderen Richtung geht es auf dem Lötschentaler Höhenweg ins Tal hinein, zum Beispiel zum Schwarzsee in dem man im Sommer auch baden kann.
Die kleinen Schwächen: Neben dem Campinggelände befindet sich ein großer, im Sommer meist gut besuchter Wanderparkplatz. Die sanitäre Ausstattung ist wirklich einfach und der Preis dafür vergleichsweise hoch.

Camping Carerra


Sympathischer kleiner Campingplatz am Dorfrand von Valendas, am Vorderrhein zwischen Ilanz und Bonaduz im Norden der Schweiz gelegen. In Terrassen angeordnetes Wiesengelände für Zelte und Camper mit Blick auf die Flimser Berge. Für die Schweiz eher preisgünstig. Geöffnet Mitte April bis Mitte Oktober. http://camping-carrera.ch

Ausstattung: Gepflegtes Sanitärhäuschen im Blockhausstil, drei Feuerstellen, im Sommer kleiner Laden mit regionalen Produkten, außerhalb der Saison Selbstanmeldung mit Briefumschlag.
Warum wir diesen Platz so mögen: Das Tal auf der südlichen Seite des Vorderrheines ist wenig zersiedelt. Bis zur Kleinstadt Ilanz durchquert man nur kleine Dörfer. Sie liegen oberhalb des spektakulären Ruinaulta, der Rheinschlucht, mit ihren weißen Felsen. Die Gegend ist toll und touristisch fast noch ein Geheimtipp. Und genauso präsentiert sich eigentlich auch der kleine Campingplatz. Man steht mitten in der Natur mit schönem Blick über das Tal. Der ganze Platz ist gepflegt und angenehm. Es gibt alles Notwendige von der Dusche bis zur Feuerstelle aber keinen unnötigen Schnick-Schnack. Außerhalb der Sommer-Wochenenden findet man hier vor allem Ruhe und Natur.
Das kann man hier machen: Ein Wanderweg führt zwischen Valendas und Versam durch die Rheinschlucht. Einen Weg geht man zu Fuß und kann dann mit den knallroten Wagen der rhätischen Bahn zurückkehren. Die Rheinschlucht ist außerdem sehr beliebt bei Wildwasserpaddlern, die auch häufig auf dem Campingplatz anzutreffen sind. Weitere lohnenswerte Ziele in der Umgebung sind der Caumasee, der Parc la Mutta mit seinen Menhirsteinen oder das abgelegene Safiental.
Die kleinen Schwächen: Da fällt mir gerade gar nichts ein.

Camping Borda Bisaltico


Privater, kleiner Campingplatz in Alleinlage im Valle di Hecho auf der spanischen Seite der Pyrenäen. Geöffnet März bis Oktober. www.bordabisaltico.com

Ausstattung: Schöne Wiesenplätze, gepflegte Sanitäranlagen, Bungalows und zugehöriges Restaurant.
Warum wir den Platz so mögen: Der Camping Bord Bisaltico liegt umringt von Bergen auf dem Gelände einer ehemaligen Finca in völliger Alleinlage oberhalb des Valle di Hecho. Das abgelegene Tal wird am Wochenende viel von Einheimischen besucht, als touristisches Ziel ist es aber weniger bekannt. Hecho, der nächste Ort liegt einige Kilometer entfernt. Im Talgrund fließt das Flüsschen Hecho und in den Steilwänden der Berge sind häufig Gänsegeier zu beobachten. Trotz seiner einsamen Lage ist der Campingplatz sehr gepflegt und gut ausgestattet und wird von den Besitzern liebevoll betreut. Die Stellplätze liegen in einem weitläufigen hügeligen Wiesengelände.
Was man hier machen kann: Die Ufer des nahen Flüsschens sind beliebt zum Fußbad und zum Picknicken. Wanderwege beginnen im Talschluss hinter der Schlucht Bocca del Infierno oder am Refugio oberhalb des Campingplatzes. Etwas weiter entfernt lohnt der Besuch der Stadt Jaca und der Klosterruine San Juan de la Pena.

Camping Plan de Senarta / Benasque


Einfaches Camp im Tal von Benasque zwischen den höchsten Bergen der spanischen Zentralpyrenäen. Nur im Hochsommer geöffnet. https://campervanderuta.com/plan-senarta-benasque-area-acampada-pleno-pirineo/

Ausstattung: WC und Duschen. Sonst nichts.
Warum wir diesen Platz so lieben: Eigentlich ist dieses Camp nicht mehr als ein weitläufiges Wiesengelände am Flussufer – aber was für eines. Es gibt Plätze unter Bäumchen oder auf der sonnigen Wiese und überall fällt der Blick auf majestätische Berge. Außer dem Holzhaus an der Platzzufahrt und einem Häuschen mit Duschen und WCs etwas weiter hinten erinnert hier nichts an einen Campingplatz. Ihr steht mitten in der Natur. Es gibt auf dem Platz auch weder Stromanschlüsse noch Trinkwasser.
Was kann man hier machen: Das Tal von Benasque ist umrahmt von den höchsten Gipfeln der Zentralpyrenäen und der beste Ausgangspunkt zum Aufstieg auf den Pico de Aneto, den höchsten Berg der Pyrenäen. Weniger Ambitionierte können die Berglandschaft rund um die Hochebene von Aigualluts genießen. Vom Wanderparkplatz im Talschluss fährt im Sommer ein Bus nach La Besurta, dem besten Ausgangspunkt für mehrere kurze Wanderungen. In der anderen Richtung sind es nur wenige Kilometer in den netten Ort Benasque, in dem man auch gut einkaufen kann.
Die kleinen Schwächen: Plant neben der Versorgung mit Lebensmitteln auch Euren Wasservorrat. Auf dem Platz gibt es kein Trinkwasser.