Alle Artikel in: Ardèche und Cevennen mit Kindern

Neue Sehenswürdigkeit in Saint-André-de-Valborgne

Das kleine Dorf Saint-André-de-Valborgne in den Cevennen, Startpunkt unserer Tour 45 auf dem Sentier de l’Escale, konnte in diesem Sommer doppelt so viele Besucher verzeichnen, wie üblich. Der Grund ist ein neues Schild, das am Ortseingang unter der Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h befestigt ist. Régis Bourelly, der Bürgermeister des Ortes, sorgte damit für Schlagzeilen in allen französischen Zeitungen. Völlig entnervt von Touristen aus der Stadt, die regelmäßig in seinem Büro auftauchten, um sich über Lärm durch bellende Hunde, Traktoren oder einen früh erwachenden Hahn und Kuhfladen auf den Wanderwegen zu beschweren, griff er zur Selbsthilfe. »Vorsicht! Französisches Dorf. Betreten auf eigene Gefahr« ist auf dem Schild am Ortseingang zu lesen. »Wir haben hier Kirchturmglocken, die regelmäßig läuten und unsere Hähne krähen früh am Morgen. In der Nähe weiden Tierherden und einige der Tiere tragen sogar Glocken um den Hals. Auf den Feldern arbeiten Bauern, um Essen für Sie zu produzieren. Wenn Sie das nicht aushalten, sind Sie hier am falschen Platz. Im üblichen Presse-Sommerloch machte die amüsante Meldung schnell die Runde. Seitdem stoppen in Saint-André-de-Valborgne …

Ardèche und Cevennen – Neue Infos zu Tour 4

Der Zeltplatz Les Grottes in der Ardècheschlucht und damit auch der zugehörige Imbiss, den wir auf Tour 4 (und auch bei Tour 2) als Einkehr vorschlagen, ist seit der Saison 2019 geschlossen. Nach Unwettern im August 2018, bei denen die Zufahrt zum Platz unterspült wurde und Camper auf dem Platz festsaßen, wird dieser Platz aus Sicherheitsgründen nicht wiedereröffnet. Die Wanderroute »Saut du Loup« ist weiterhin begehbar und auch der Badeplatz an der Ardèche ist tagsüber frei zugänglich. Vorsicht! Die Regenfälle scheinen aber nicht nur die Zufahrt, sondern auch den Wanderweg beschädigt zu haben, so dass Ihr beim Abstieg zur Ardèche mit erhöhtem Schwierigkeitsgrad rechnen müsst.

Ardèche und Cevennen mit Kindern

Schluchten, Geier und ganz viel Wasser –

Wandern und Baden an der Ardèche und in den Cevennen Am südlichen Rand des französischen Zentralmassives gibt es an den Flüssen Ardèche, Chassezac, Gardon und Tarn eine ziemlich ungewöhnliche Landschaft zu entdecken. Zwischen kargen Hochplateaus, die vor allem von Schafen und Ziegen besiedelt sind, hat das abfließende Wasser tiefe Schluchten mit steilen Felswänden in den Kalkstein gefressen und bildhübsche Flusslandschaften geschaffen. Wenn ihr mit euren Kindern raus in die Natur wollt, findet ihr hier beste Bedingungen: schmale Pfade, Höhlen am Wegrand, viel Wasser, Kletterfelsen ohne Ende, große und kleine Schluchten und tolle Badeplätze. Romantische Dörfer, eine üppige Auswahl an Wein, Käse und Gemüse auf den Wochenmärkten sowie die gute französische Küche sorgen außerdem fürs richtige Urlaubsfeeling. Höhlen und Steinzeitkunst In den Steilwänden der Kalkfelsen sind etliche Höhlen zu finden, darunter auch einige große Tropfsteinhöhlen und die Grotte Chauvet – eine der schönsten Bilderhöhlen aus der Steinzeit. Sie wurde 1994 in einer trockenen Schleife der Ardèche entdeckt. Die echte Höhle ist verschlossen, um die uralten Zeichnungen zu schützen, aber seit zwei Jahren kann eine originalgetreue Nachbildung …