Alle Artikel mit dem Schlagwort: Wandern mit Kindern

Zwischen Chiemgauer Alpen und bayerischem Meer

Wir sitzen gemütlich am Ufer, die nackten Füße vergraben im warmen Sand. Die Sonne sinkt dem Wasser entgegen und das kräftige Himmelblau wechselt ganz langsam in einen zarten Goldton. Die Kinder klettern über die Uferfelsen, plantschen im flachen Wasser und ziehen mit großem Einsatz imaginäre Fische an Land. Ein Kanu treibt langsam vorbei. Nein, wir sind nicht am Mittelmeer. Wir sitzen am Ostufer des Chiemsees, der nicht nur beim Sonnenuntergang ganz besondere Qualitäten entwickelt. In den Bergen am Horizont, hinter denen die Sonne jetzt gerade verschwinden will, könnten wir gleich morgen wandern gehen. Nur eine kurze Autofahrt entfernt spaziert man zwischen genüsslich futternden Kühen über die grünen Wiesen der Winklmoosalm, klettert hinauf zum idyllisch gelegenen Taubensee oder besucht die Zwergponies auf der Hefteralm bei Grassau. Am nächsten Tag erforschen wir das Seeufer mit seinen vielen Badebuchten auf dem autofreien Chiemseeradweg oder wir leihen selber ein Kanu. Am See kann man auch surfen und segeln oder mit dem Ausflugsboot eines der berühmten Schlösser Ludwigs II. besuchen. Weniger bekannt, aber nicht weniger spannend, sind die Burg in Hohenaschau mit eigener Falknerei, die schaurige Felsenfestung des Raubritters Heinz von Stein, die vielen kleinen Seen …

Das Allgäu – Familienparadies am Alpenrand

Ganz im Süden Deutschlands, dort wo die ersten Gipfel der Alpen vor blauen Seen und grünen Hügeln eine grandiose Kulisse bilden, grasen auf den Weiden zwischen gepflegten Bauerndörfern viele milchkaffeebraune Kühe. Große und kleine Seen bieten ebenso schöne Ausflugsziele wie die ersten höheren Berge hinter den Märchenschlössern bei Füssen oder die malerischen Felsformationen der Nagelfluhkette westlich von Immenstadt. Hier wirken die Berge alpiner, als sie eigentlich sind und schon ein kurzer Aufstieg oder eine Fahrt mit der Bergbahn bringt uns in eine wilde, spannende Bergwelt mit schmalen Pfaden, Kletterfelsen und weiter Sicht über endlos viele Gipfel. Treppenpfade führen durch enge Bachtäler, die man im Allgäu Tobel nennt. Wo die Berge schroffer werden, verengen sich die sanften Bachtobel, in denen man so gut am Wasser spielen kann, zur finsteren Klamm. Die Breitachklamm mit ihren Holzstegen, Brücken, Wassertöpfen und Kaskaden ist nur die bekannteste von ihnen … Tiere gibt es im Allgäu überall – nicht nur wenn Sie einen der schmucken Bauernhöfe, die oft biologisch bewirtschaftet werden, zum Quartier wählen. Zwischen Juni und September treffen Sie auf …

Mit dem Esel ans Ende der Welt – Korsika mit Kindern geht in die fünfte Auflage.

Lange Plüschohren, weiches Fell und sanfte braune Augen – Esel erobern Kinderherzen im Sturm. Auf Korsika waren sie noch in der Zeit unserer Großmütter in jedem Dorf präsent. Sie trugen Brennholz, Wasser und Lebensmittel durch die engen Gassen, waren unentbehrlich bei der Ernte von Kastanien und Oliven und erleichterten den Menschen manchen langen Weg. In den Dörfern werden sie heute nicht mehr gebraucht, auf Korsika erobern sich die sanften Langohren jedoch einen neuen Platz: Wandern mit Esel erfreut sich großer Beliebtheit. Besonders für Familien ergeben sich so ganz neue Perspektiven. Mit einem Esel als Reittier für die Jüngsten ist der schöne Bergsee plötzlich leicht erreichbar und sogar eine mehrtägige Wanderung ist denkbar. Esel sind bestens geeignet für solche Touren: Sie sind freundlich, besonnen und außerdem besonders trittsicher. Auch ängstliche Kinder fassen schnell Vertrauen. Die Wanderung mit Esel oder Pony zum verwunschenen Bergsee Lac de Creno hat schon seit der allerersten Auflage (2005) einen festen Platz unter meinen Wandertouren auf Korsika. In der neuen Auflage von 2014 haben Sie die Wahl zwischen verschiedenen Eselwanderungen. Wer ein …

Delfine, wilde Pferde und ein Hochseilgarten

Die neue Auflage von Sardinien mit Kindern ist da! Im Norden Sardiniens – zwischen der Isola Tavolara bei Olbia und dem Capo Caccia bei Alghero trifft man oft auf Delfine oder auch kleine Wale und Meeresschildkröten. Die Begegnungen mit Delfinen sind so gut kalkulierbar, dass in Golfo Aranci, an der Costa Smeralda und in Alghero auch Bootstouren mit Dolphin Watching angeboten werden. Teilweise sind bei diesen Fahrten auch Meeresbiologen an Bord, die die Gäste mit Hintergrundinformationen versorgen. Aber nicht nur diese Adressen sind neu in der 2. Auflage. Auch Sardinien mit Kindern hat eine übersichtlichere Aufteilung in Regionen erhalten. Jeder Wanderung ist ein Höhenprofil und ein Tourensteckbrief beigefügt. GPS Daten sorgen dafür, dass Sie den Ausgangspunkt der Wanderungen sicher finden, genaue Wegbeschreibungen und detaillierte Wanderkarten machen die Orientierung unterwegs problemlos. Die Übersichtskarte mit allen Touren befindet sich jetzt groß in der hinteren Umschlagklappe. Neue Tourenvorschläge sind unter anderem: Ein Besuch in Sardiniens einzigem Hochseilgarten, eine Ponywanderung zum Fluss und der besonders reizvolle Weg durch den Naturpark Biderosa mit seinen fünf schneeweißen, seichten Sandbuchten. Zu jeder …

Ein Hauch von Wildnis mitten in Deutschland

Mit Kindern unterwegs auf, in und zwischen den Mecklenburgischen Seen. Der vierte Band der Reihe „Abenteuer und Erholung für Familien“ erscheint im Februar 2013 Mehr als tausend Seen, fast ebenso viele Badeplätze und dazwischen jede Menge unverbauter Natur. In der am dünnsten besiedelten Region Deutschlands finden Fisch- und Seeadler, Kraniche, Störche oder Eisvögel eine Heimat und Familien jede Menge Raum für echte Abenteuer in der Natur. Ein schmaler Pfad an einem zugewachsenen See, viele Plätze an denen man Tiere beobachten kann, ein Zeltplatz und ein Lagerfeuer direkt am Seeufer, eine Angelfahrt mit einem zünftigen Floss, eine flotter Ausflug mit dem Motorboot oder sogar eine mehrtägige Kanuexpedition – es ist einfach an den Mecklenburgischen Seen spannende Familienferien zu verbringen. Und wer um Hamburg oder Berlin zu Hause ist, hat das kleine Paradies in passender Entfernung für einen Wochenendausflug direkt vor der Nase. Die schönsten Stellen im Nationalpark östlich der Müritz und an den vielen kleinen Seen südlich des „Kleinen Meeres“, kann man nur zu Fuß, mit dem Fahrrad oder einem Kanu erreichen – so finden Sie …

Mit Kindern in die Berge – Eine Einführung für Einsteiger

Der Ehrgeiz, einen Gipfel zu erreichen, ist den meisten Kindern fremd und die wenigsten begeistern sich für das Laufen an sich. Aber wenn sie die Natur als Spielplatz entdecken, haben auch Kinder Spass an Ausflügen in die Berge. Wenn schon wandern, dann wollen Kinder dabei toben, klettern und alles bestaunen, was rechts und links am Wegrand wächst oder krabbelt. Dafür muss natürlich genügend Zeit eingeplant werden. Die ersten Touren sollten daher eher kurz sein. Als Ziel eignet sich ein Platz, an dem man gut spielen kann – das wird erstmal selten der von Erwachsenen anvisierte Berggipfel sein. Eine Almhütte mit Tieren, ein Berggasthof oder ein See- oder Bachufer sind da schon viel besser. Ein Kletterfelsen oder ein Kletterbaum am Wegrand sind reizvolle Zwischenziele. Mit dem tollen Blick vom Gipfel lockt man erst die Größeren… Kinder in der Kraxe Wandern ohne selbst zu laufen Kinder unter drei Jahren können im Tragesack oder einer Kraxe (Rückentrage) mitgenommen werden. Die Länge der Strec­ken richtet sich dann nach der Kondition des Kraxen­trägers. Kinder, die in der Kraxe transportiert werden, …

Von breiten Wegen und schmalen Pfaden

Schaut man auf die Touris­musseiten der Bergorte, verlaufen die empfohlenen Fami­­lienrouten oft möglichst eben auf breiten Schotter­wegen, damit auch wirklich nichts passieren kann. Natürlich ist man auf solchen Wegen besonders sicher – spannend ist so eine Wande­rung allerdings nicht. Beson­ders Kinder langweilen sich auf geraden Forst­straßen und geschotterten Fahrwegen – ein schmaler gewundener Pfad dagegen weckt schnell neue Lebensgeister. Auch steinige Passagen, an denen man richtig klettern kann, kleine Treppchen oder enge Durch­gänge zwischen Fel­sen sprechen Spieltrieb und Phan­tasie an und sorgen für Begeisterung. Manche dieser  schmaleren Wege sind gefahrlos auch mit jüngeren Kin­dern zu begehen, oft gibt es auf Bergpfaden aber auch ris­kan­tere Stellen, an denen das Laufen Aufmerksamkeit braucht. Vor allem am Anfang müssen die Eltern wach dabei bleiben und dafür sorgen, dass zu wagemutige Aben­teurer sich nicht in Gefahr bringen. Kinder im Kindergartenalter sind noch nicht in der Lage, solche Gefahren einzuschätzen. An Wege, die am Hang entlang gehen und dabei auch erste leicht ausgesetzte Stel­len haben (enge Bereiche, an denen es an einer Seite steil hinuntergeht), kann man Kinder ab dem …

Was muss mit?

Wanderausrüstung für Familien Für alle Touren im Hoch­gebirge sind Wanderschuhe notwendig, auch für Kinder. Auch bei den kürzeren Wan­derungen mit wenig Steigung im Voralpen­bereich sollten Kinder feste Schuhe tragen. Diese brauchen ein griffiges Profil und sollten über die Knöchel gehen, um genügend Halt zu bieten. Am Berg scheint die Sonne besonders intensiv. Im Sommer ist ein gut sitzender Sonnenhut mit UV-Schutz und Sonnencreme unverzichtbar. In höheren Lagen gehört außerdem immer eine Jacke ins Gepäck – am besten eine wasserdichte. Wer einmal beobachtet hat, wie rasant im Gebirge Wolken aufziehen können und wie schnell es dann abkühlt, wird sie auch an einem warmen Sommertag nicht vergessen. Kurze Hosen sind bei den Kleinsten nicht so optimal. Selbst eine dreiviertellange Hose bietet besseren Schutz, sollte ein Stolperer auf steinigem Boden doch mal zum Sturz führen. Deshalb gehören auch Pflaster oder sogar ein kleines Erste Hilfe Set zur Standardausrüstung, wenn man in Begleitung von Kin­dern wandert – vielleicht ergänzt mit ein paar Blasen­pflastern. Im Frühjahr und Herbst sollte zusätzlich zur Regenjacke ein warmer Pulli (z.B. Fleece) in den Rucksack. …

Ein Naturreiseführer? Was ist denn das?

Das Anliegen meiner Reiseführer ist es, Familien an Plätze in der Natur zu führen an denen Kinder ganz von selbst durch ihre Umgebung zum Spielen angeregt werden. Vor allem für Stadtkinder ist vieles nicht mehr selbstverständlich und alltäglich: einen Staudamm bauen, Boote schwimmen lassen, Steine ins Wasser werfen, auf Bäume oder Felsen klettern oder in einem Bach baden. Tiere streicheln, anfassen oder auch nur beobachten, genug Platz haben zum Verstecken spielen und herumtoben und unterwegs sein mit Eltern die Zeit haben. Solche echten Erlebnisse tun dabei nicht nur dem Nachwuchs, sondern auch Eltern gut. An die besten Spielplätze und an die intensivsten Erfahrungen in der Natur kommt man – ob nun im Alltag oder auch im Urlaub – wenn man zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs ist. Deshalb sind meine Bücher auch schwerpunktmäßig Wanderführer. Neben richtigen Wanderungen, stehen auch immer wirklich kurze Touren zur Wahl, die auch mit kleinen Kindern locker zu schaffen sind. Oft ist der Weg gar nicht so weit, um wirklich reizvolle Stellen zu erreichen. Wer es abenteuerlicher mag oder etwas …